5 Regeln für‘s Schreiben, die ich von berühmten Autoren geklaut habe.

(Read this article in English on Vocal)

Ich schreibe jetzt schon eine ganze Weile. Fast mein halbes Leben, aber vor ein paar Jahren erst habe ich mich getraut öffentlich damit zu gehen. Laut zu sagen „Ich bin ein Autor!“ hat mich einiges an Mut und Kraft gekostet. Aber wir alle starten ja mal irgendwie … nicht wahr? 😉

Ich hole mir gerne Input und Inspiration von anderen Autoren. Meistens Autoren, zu denen ich aufschaue und die bereits da sind, wo ich irgendwann mal sein möchte.

Während ich also ein bisschen diese coolen Autoren stalke, habe ich mir 5 Regeln für‘s Schreiben angeeignet. Oder ja sagen wir, ich habe sie geklaut … 🙈

1. “Understand why you write. Success is a difficult, ambiguous thing to measure in this career; if you understand what drives you to write, then you’ll be able to define yourself.” – Fonda Lee

Das „Warum“ ist wirklich wichtig und ich habe das lange vernachlässigt, wenn ich ehrlich bin. Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht und war eher so auf den JK-Rowling-Trip, dass ich die eine Geschichte veröffentliche und den mega Erfolg haben werde.

Also nicht, dass das nicht passieren könnte. Das will ich gar nicht ganz verabschieden. Aber es sollte nicht das „Warum“ sein.

Und will ich wirklich dieses Leben haben? Würde ich das wollen?

Mein „Warum“ ist, dass ich Menschen mit meinen Geschichte inspirieren will. Ich möchte meine Erfahrungen teilen und Menschen unterhalten.

Ich möchte etwas hinterlassen, dass eine Spur hinterlässt. Sei sie noch so klein. Vielleicht ist es auch nur ein Funken, der andere anregt, eine großartige Geschichte zu schreiben oder über sich hinauszuwachsen.

Vielleicht lernt man aus meinen Geschichten ja auch was? Vielleicht ist darin eine versteckte Botschaft, die nicht mal ich sehe, aber die andere bewegt?

Es ist nicht wichtig, ob man die nächste JK Rowling wird. Man sollte einfach man selbst sein und seine Geschichten mit der Welt teilen.

Ich glaube fest daran, dass wenn du deine Geschichten mit dem richtigen „Warum“ schreibst und auch noch Spaß daran hast, dann stehen dir alle Türen offen.

Du musst nur wissen, warum du schreibst.

Also, warum schreibst du?

Warum? Mit Spongebob
Quelle: Giphy.com

2. “Start writing, no matter what. The water does not flow until the faucet is turned on. ” – Louis L’Amour

Als ich angefangen habe, zu schreiben, habe ich nur geschrieben, wenn ich inspiriert war oder wenn ich mich dazu motiviert gefühlt habe. Was dazu geführt hat, dass ich fast gar nichts geschrieben habe.

Weil, wann küsst einen schon mal die Muse?

Also, kam, was kommen musste. Ich wurde ziemlich faul und hab fast gar nichts geschrieben. Weswegen ich dann natürlich super frustriert wurde.

Ich habe mich sehr unmotiviert gefühlt und dann kamen auch noch diese lästigen Selbstzweifel.

Aber als ich endlich kapiert hatte, dass man schreiben sollte, wann immer man kann. Egal, ob man inspired ist oder nicht.

Das hat alles verändert!

Die bittere Wahrheit ist eben, dass man sich manchmal zwingen muss zu schreiben. Man muss sich auf alle vier Buchstaben setzen und dann in die Tasten hauen.

Dabei würde ich dir raten, dass du deinen inneren Perfektionisten bezwingst. Denn Perfektionismus hat wirklich nichts beim Schreiben zu suchen. Glaub mir, ich weiß wie hart das ist! Aber ich weiß auch, wie befreiend es ist, wenn du ihn dann man bezwungen hast.

Denn es geht nicht darum, wie perfekt deine Geschichte ist.

Es geht darum, dass du schreibst.

Ein wahrer Autor schreibt. Egal, ob ihn die Muse geküsst hat oder nicht.

Quelle: Giphy.com

3. “It is not your place to compare it to others. Instead, your responsibility is to create.“ – Martha Graham

Ach ja, wir Menschen sind schon komisch. Wir vergleichen uns ständig mir anderen. Was hat der andere, was ich nicht habe? Ist er/sie schöner, besser, klüger als ich? Kann er/sie besser schreiben? Produziert er/sie mehr als ich?

Sich vergleichen ist scheiße. Punkt.

Nicht nur allgemein im Leben, sondern auch beim Schreiben. Du hast einen einzigartigen Schreibstil. Du hast deine eigene Stimme in deinen Geschichten, die brauchst du nicht mit anderen vergleichen.

So unterschiedlich wir Menschen auch sind, so unterschiedlich ist auch unser Schreibstil. Außerdem kann die Person, mit der du dich vielleicht vergleichst, auf einem ganz anderen Level sein als du.

Wenn du dich ständig vergleichst, dann wirst du nie glücklich oder stolz auf deine Arbeit sein.

Es gibt nur eine Person, mit der du dich vergleichen solltest, und das ist mit dir selbst.

Wie habe ich mich verbessert? Was habe ich anders gemacht? Was kann ich machen, um noch besser meine Geschichten zu erzählen?

Also, schreib einfach weiter genauso wie Dori einfach weiter schwimmt. Du musst dich nicht umschauen, was andere tun. Das ist unwichtig.

Setz dich hin und kreiere. Und du wirst sehen mit der Zeit wirst du nicht nur besser und besser, sondern du wirst auch selbstbewusster und kreativer.

Hör auf dich zu vergleichen!

Quelle: Giphy.com

4. “Protect the time and space in which you write. Keep everybody away from it, even the people who are most important to you.” – Zadie Smith

Wow, diese Regel hat echt lange gebraucht, bis die in mein Hirn gegangen ist. Und ich hab manchmal immer noch Probleme mich daran zu halten. Vor allem bei Menschen, die mir wichtig sind …

Ich meine, ich will denen nicht sagen, dass ich mich nicht treffen kann oder dass ich jetzt nicht reden kann … das … ne, Gott, das ist so hart!

Aber es ist notwendig und ich musste das oder muss es immer noch lernen. Wenn du deine Geschichten fertig schreiben willst, dann musst du dir die Zeit nehmen.

Ich rede hier nicht nur sich Zeit nehmen von Familie und Freunden, sondern auch von Social Media. Das ist einer der schlimmsten Feinde des Autors, denn es kann einen viel zu leicht ablenken.

Natürlich will ich jetzt nicht auf Social Media schimpfen und sagen, wie scheiße das ist. Denn es hat auf jeden Fall seine positiven Seiten und hat mich oft genug inspiriert. Aber, wenn es dazu kommt, sich hinzusetzen und zu schreiben, kann das wirklich lästig werden.

Deine Schreibzeit ist heilig! Und du musst sie beschützen. Komme, was wolle.

Glaube mir, dein wunderbarer Kopf braucht Zeit und Fokus, um deinen Geschichten und Charakteren gerecht zu werden.

Deswegen versuche ich momentan wieder mehr meine Zeit festzulegen in meinem Kalendar und diese dann einzuhalten. Es funktioniert wirklich überraschend gut. Denn, wenn wir ganz ehrlich sind und dir Schreiben wirklich wichtig ist, dann wirst du dir Zeit dafür nehmen.

Quelle: Giphy

5. “Write and finish stories.” – Neil Gaiman

Was wäre dieser Artikel ohne Neil Gaiman? Ich will gar nicht daran denken, was dann wäre. Denn dieser großartige Mann muss einfach erwähnt werden. #fangirlinghard

Sein Zitat ist simple, aber so viel steckt dahinter. Als ich das das erste Mal gesehen habe, dachte ich mir: „Pff … duh! Das ist ja klar.“

Ich habe schon immer geschrieben, aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich so viele unfertige Geschichten habe, dass es fast peinlich ist, das offen zu zugeben.

Aber was macht man mit diesen unfertigen Dingern? Das sind nur Fetzen und die kann man wohl kaum in einem Buch veröffentlich … oder?

Um mir selbst in den Arsch zu treten, habe ich mir dieses Zitat aufgeschrieben und an die Wand gehängt, damit ich es immer sehe und erinnert werde:

Schreibe und beende deine Geschichten!

Denn du schuldest das nicht nur deiner Geschichte, sondern auch dir selbst. Dazu lernst du noch einiges von deinen Geschichten und weißt, was du vielleicht anders oder besser machen kannst in der nächsten. Wichtig ist nur, dass du weiter kreierst und Geschichten veröffentlichst.

Quelle: Giphy

Nun hast du alle 5 Regeln für‘s Schreiben gelesen und weißt, was einen professionellen Autoren ausmacht.

Jetzt liegt es an dir, was du damit machst, mein junger Padawan.

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