Kurzgeschichte: Ein Rabenprinz für Mona

Kurzgeschichte: Ein Rabenprinz für Mona

Mai 11, 2019 0 Von Julia Valentina

Genre: Thriller, Mystery, Anti-Märchen

Was geht in der Kurzgeschichte ab?

Diese gruselige Kurzgeschichte handelt von Mona, die unfreiwillig auf den Rabenprinzen Rekiel trifft. Denn dieser hat nichts besseres zu tun, als in ihr Zimmer mit seiner Rabenarmee einzubrechen.

Mona ist sich sicher, dass sie durch seine groteske Schnabelnase sterben wird. Doch Rekiel will nicht ihren Tod, er will etwas anderes. Etwas, das Mona noch mehr Angst macht, als zu sterben.

Kleiner Fun Fact am Rande:

Die Idee zu der Geschichte kam mir, als ich spazieren war und von einem Raben erschreckt wurde. Wir beide haben uns ein Starr-Duell geliefert und ich habe innerlich gebettet, dass er mir nicht die Augen auspickt. Ja, ich hab echt großen Respekt vor diesen Vögeln. Vor allem, seit ich mal gehört habe, dass die sich Gesichter merken können!

Während ich diesen Raben also so angestarrt habe, kam mir die Idee mit den Rabenprinzen. Lustigerweise war meine erste Version sehr viel fröhlicher gedacht. Dort wäre es nur darum gegangen, dass Mona Rekiel trifft, weil dieser eine Prinzessin für sein Königreich braucht. Mona hat darauf aber keinen Bock.

Nach einigem Hin und Her ist es aber dann doch dieses gruselige, dunkle Etwas geworden. 😀 Und es hat sogar einen Bezug zu People Protector, da es in derselben Welt spielt und Leonie und Rick am Schluss vorkommen.


Cover zu Rabenprinz

Ausschnitt aus „Ein Rabenprinz für Mona“:

Ich begann leise zur Musik mitzusummen und senkte den Blick, während ich auf die Brücke zu ging. Diese stand unter Denkmalschutz und trennte das Univiertel von den Wohngebieten. Sie führte über einen kleinen Fluss, der sich durch Neustadt schlängelte und die Stadt teilte.

Und zwar die Akademiker von den Arbeitern. Beziehungsweise die Scheiß-Klugscheißer, die sich als was besseres vorkamen, als den allgemeinen Pöbel. Über die Brücke zu gehen, war mein Lieblingsteil, doch diesmal war es keine Freude.

Der Wind auf der Brücke wurde heftiger, sobald ich aus dem Schutz der hohen Häuser trat. Ich fluchte lauter und konnte meine kratzige Stimme beinahe durch die donnernde Musik hören.

Auf der alten Brücke waren nicht viele Menschen unterwegs. Was nicht nur an den beschissenen Wetterbedingungen lag, sondern daran, dass die meisten Menschen lieber durch die Fußgängerunterführung gingen. Denn der Fußweg über die Brücke war sehr nah an der Straße und trennte das Fußvolk nicht wirklich von den Autofahrern. Es hatte schon ein paar Unfälle gegeben, als Fußgänger von den vorbeisausenden Autos erfasst worden waren.

Ich allerdings mochte das Gefühl, wenn Autos an mir vorbei rasten und die Zugwind durch meine Klamotten flatterte. Ich liebte diesen kleinen Rausch an Adrenalin, der mir zeigte, dass ich noch lebte. Dass ich noch etwas fühlen konnte. Dass ich lebendig war.

Heute wirkte der Weg wegen dem Donnergrollen in der Ferne allerdings bedrohlicher als sonst. Mein Blick schweifte zu dem Fluss, der unter der Brücke rauschte. Die dunklen Fluten wirkten wie ein gefährlicher Strom, der dich verschlingen würde, wenn du darin gefangen wirst. Du könntest einfach da hineinspringen und alles wäre gut, schoss mir der Gedanke durch den Kopf. Lass dich einfach von den Fluten verschlingen und …


Lies die Kurzgeschichte um Mona und den Rabenprinzen Rekiel weiter auf Sweek oder Wattpad.

Kein Bock auf einen Sweek oder Wattpad Zugang? Kein Problem, du kannst dir unter diesem Link auch meine Geschichte als PDF herunterladen. 🙂 Ja, so großzügig bin ich! 😀

Weitere Geschichten und Projekte, an denen ich arbeite, findest du auf meinem Blog unter dem Storyteller Menü. Wo auch sonst? 😉

Viel Spaß beim Lesen!