Die vier Jahreszeiten: Die drei Auserwählten

Persephone

Persephone
Persephone ist die Hauptprotagonistin und sie begleiten wir in der Geschichte.

Gegen ihren Willen wird sie auserwählt und zum Olymp geschickt, um sich dort als potentielle Frau für die drei Brüder des Olymps zu „beweisen“.

Noch bevor sie ankommt, hasst sie es. Sie hasst die Traditionen, die Regeln und die Bewohner, von denen sie so viele Geschichten gehört hat.

Doch Persephone hat keine Wahl. Wenn sie ablehnt, dann würde sie entehrt werden und das gesamte Erbe ihres Vaters verlieren. Ihre Mutter würde enteignet werden und sie würden alle Besitztümer verlieren. Daher sieht sich Persephone gezwungen gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Verzweifelt versucht sie einen Ausweg zu finden, wie sie nicht einen von diesen dämlichen Brüdern heiraten muss und trotzdem ihr Erbe behalten kann. Doch das stellt sich als größere Herausforderung heraus, als sie anfangs vermutet hatte.

Ständig muss die temperamentvolle und offenherzige Persephone darauf achten, was sie sagt und wie sie sich verhält. Ihre Ansichten und Meinungen sind zu extrem, zu neu, zu emanzipiert für den verstaubten Olymp. Ihre Art ist zu aufsässig und entspricht nicht einer Damen von Stand.

Kurz gesagt: Sie ist der Schmetterling unter den Bienen, der Geek unter den Normalos, Bunstift unter Bleistiften … ich kann das noch endlos weiterführen, aber ich denke, du hast verstanden, was ich sagen will. 😉

Daher wird Persephone schnell bewusst, dass sie sich auf sich alleine verlassen und ihr wahres Ich verbergen muss, wenn sie ehrenhaft aus dieser Situation herauskommen will.

Ausschnitt aus Episode 1 „Herbst“

Es war der Anblick des Anwesens mit dem Namen “Olymp”, das ihr die Luft zum Atmen nahm und in ihr den Drang weckte davonzulaufen. Jeder kannte die Götter, die darin lebten. Jeder wusste, welche Ehre es war, hier sein zu dürfen.

Du bist auserwählt worden, hallten die Worte ihrer Mutter in ihren Ohren. Du bist etwas besonderes, Liebling.

Persephone wurde schlecht, wenn sie daran dachte, zu was sie auserwählt war. Sie war eine der potentiellen Heiratskandidatinnen für einen der Brüder. Persephone fühlte sich wie ein Stück Fleisch, das zu seinen Käufern gebracht wurde.

Mythologischer Hintergrund

Persephone in der Mythologie
Bildquelle: Link

In der griechischen Mythologie ist Persephone die Tochter von Zeus und Demeter, die übrigens Geschwister sind.

Ja, in der griechischen Mythologie war es damals Gang und Gebe, dass Geschwister miteinander schliefen und Kinder zeugten. Es waren die Lannisters von damals. 😉

Persephone wird eines Tages von Hades, der somit ihr Onkel ist, gesehen und er beschließt, dass sie seine Frau werden muss. Die Frau umgarnen und für sich gewinnen war damals ziemlich überbewertet.

Man hat sich die Frau einfach entführt und geheiratet … Zack, boom! Hat schon bisschen was von Game of Thrones, was? 😀

Demeter, die Mutter von Persephone, fand das natürlich überhaupt nicht cool. Aber damals hatten Frauen nicht wirklich Vetorechte, wenn ihre Kinder entführt wurden. Sogar, wenn man eine Göttin war. Und Zeus interessierte es sowieso nicht, was seine Kinder taten.

Mythologischer Funfact:

Persephone ist in der Mythologie viel grausamer und unnachgiebiger als Hades, ihr Göttergatte aka der Gott der Unterwelt. Vor ihr hatte man sich daher mehr gefürchtet und sich allerlei schrecklicher Geschichten erzählt.

Hera

HeraHera wurde seit ihrer Geburt darauf hingetrimmt, dass sie eines Tages die Herrscherin des Olymps wird. Sie kennt den Olymp in- und auswendig. Sie kennt alle Traditionen, alle Regeln und die Brüder seit ihrer frühen Kindheit. Denn ihre Familie ist eng verbunden mit dem Olymp und ein regelmäßiger Besucher.

Auf den ersten Blick wirkt Hera sehr streng. Sie weist die Mädchen immer wieder auf die Regeln und Traditionen hin. Manchmal diskret und manchmal direkt und knallhart.

Dennoch hat Hera ein gutes Herz und kümmert sich mütterlich um die anderen Auserwählten. Sie hilft ihnen sich zurecht zu finden und hat stets einen Ratschlag parat, wenn es darum geht, wie man sich angemessen im Olymp verhalten sollte. Sie hat einen guten Draht zu den drei Brüdern und versucht vor allem Medusa dazu zu ermutigen, offener und aktiver zu werden.

Während die Erwartungen ihrer Familie ihr im Nacken sitzen, stellt sie allerdings frustriert fest, dass Hades sich nicht wirklich für sie interessiert. Sie bemüht sich stets ihm näher zu kommen, aber er lässt es nicht zu. Das nagt an ihr, denn sie will ihre Familie nicht enttäuschen.

Ausschnitt aus Episode 1 „Herbst“

“Du warst noch nie im Olymp, richtig?”, fragte sie und neigte leicht den Kopf. Persephone schüttelte den Kopf und fühlte sich leicht unbehaglich unter ihrem Blick. Hera hob die Augenbrauen, doch Persephone konnte ihre Miene nicht deuten.

“Warum eigentlich?”, wollte Hera wissen. Neugierde brannte in ihren Augen.

Weil da solche Tussis wie du herumlaufen.

“Es hat mich nie wirklich interessiert”, erklärte Persephone, die bereits merkte, wie sie gegen Hera eine Abneigung entwickelte.

“Nicht mal die legendären Feiern?” Hera zog ihre fein gezupften Augenbrauen zusammen. Unverständnis lag in ihren Zügen.

„Legendär“ … wohl eher ausschweifend, kostspielig und völlig übertrieben.

“Ich bin nicht so der Partygänger”, erwiderte Persephone achselzuckend und reckte ein wenig das Kinn.

“Dann kennst du auch die drei Brüder noch nicht, oder?”, überlegte Medusa laut.

Mir wäre es auch lieber, es bleibt so.

“Nun ja, ich kenne so einige Geschichten.”

Hera lachte vergnügt. “Oh, das wird ja spannend, wenn du die morgen bei der Willkommensparty kennen lernst.”

“Willkommensparty?”

Medusa nickte aufgeregt und ihr Grinsen wurde breiter als das von der Grinsekatze aus Alice im Wunderland.

“Ja! Sie schmeißen für uns eine Party! Ist das nicht wunderbar? Wir können uns wirklich geehrt fühlen.”

“Mmh”, erwiderte Persephone, weil sie nicht wusste, was sie sagen sollte. Hera musterte Persephone und seufzte dann theatralisch laut. Persephone empfand das als einen sehr übertriebenen Seufzer.

“Oh je, Medusa, wir haben hier eine richtige Stimmungskanone mit auf dem Zimmer. Merkst du das? Diese Begeisterung!?”

“Ich hatte eine lange Reise”, rechtfertigte sich Persephone und ärgerte sich dann darüber. Warum rechtfertigte sie sich? Es sollte ihr egal sein, was diese eingebildete Hera von ihr dachte.

Mythologischer Hintergrund

Hera in der Mythologie
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Hera ist die Göttermutter und Gemahlin von Zeus. Und falls du dich das schon gefragt hast, jap … auch die beiden sind Geschwister. Lannister-Alarm! 😀

Hera ist nicht nur die Herrscherin, sondern auch die Göttin der Ehe, der Frauen und Fruchtbarkeit. Sie steht für die Weiblichkeit in der Mythologie.

Ironischerweise für die Ehe. Ich sage hier “ironischerweise”, weil sie zwar treu und ihrem Mann ergeben ist. Ihr Göttergatte allerdings besteigt alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist … und wahrscheinlich selbst da würde er keinen Halt machen.

Spannenderweise bestraft Hera aber nicht Zeus für sein untreues Verhalten, sondern immer die Frauen oder manchmal auch Männer. So viel zu Göttin der Frauen. 😉

Aber abgesehen von den Strafen für die Affären ihres Mannes ist sie eine gütige Göttin.

Medusa

MedusaMedusa ist zurückhaltend und schüchtern. Sie war schon öfters zu Besuch im Olymp und kennt sich daher besser aus wie Persephone. Zudem ist sie eng mit Hera befreundet.

Medusa kommt im Gegensatz zu den anderen Auserwählten aus einem niedrigeren Adelsstand und versucht alles, um die Gunst eines der Brüder zu gewinnen. Vor allem die von Poseidon, in den sie bis über beide Ohren verliebt ist und für den sie alles tun würde.

Ihre Familie hofft, dass sie einen der Brüder heiraten wird, damit es ihnen finanziell besser geht. Medusa versucht im Olymp sich nicht anmerken zu lassen, dass ihre Familie bis über beiden Ohren in Schulden stecken und ihr Überleben von Medusa abhängt.

Sie kümmert sich gerne um andere und ist eher verschlossen. Bis auf Hera wissen nicht viele von ihren Ängsten und Gefühlen. Hinter ihrer mädchenhaften Art versteckt sich ein sehr ernstes und nachdenkliches Gemüt, das sie kaum jemanden zeigt. Sie bewundert Hera und Persephone für deren Stärke und Selbstbewusstsein.

Ausschnitt aus Episode 2 „Winter“

“Findest du nicht, dass Poseidon heute besonders gut aussah”, kicherte Medusa, als die beiden auf den Weg zur Bibliothek waren. Manchmal begleitete Medusa Persephone, während Hera in den Pferdeställen war. Genauso wie Persephone das Lesen liebte, liebte Hera das Reiten. Bei Medusa allerdings war Persephone sich nicht sicher, ob das Mädchen etwas anderes liebte, als über Poseidon zu reden.

“Ich finde, er sah aus wie immer”, erwiderte Persephone, als sie die Bibliothek betraten. Medusa sah sie entrüstet an.

“Aber nein, Persephone! Poseidon hatte heute ein neues Shirt an, das seine Augen besonders betont hat. Und …”

Persephone hörte Medusa bereits nicht mehr zu, während sie detailliert beschrieb, was Poseidon anhatte.

Mythologischer Hintergrund

Medusa in der Mythologie
Bildquelle: Link

Von Medusa hast du vielleicht schon gehört. 😉 Das ist die Frau mit den Schlangenhaaren, die dich in Stein verwandelt, wenn du ihr in die Augen schaust. Sie wird oft zitiert und kam auch schon in vielen Filmen, Büchern, … usw. vor.

Doch kaum jemand weiß, dass sie, bevor sie zu dem Monster geworden ist, eine Priesterin von Athene war und somit auch eine ganz normale Frau ohne Schlangenhaaren.

Jetzt fragst du dich vielleicht: Was bei den Göttern ist mit ihr passiert?

Ja, in „bei den Göttern“ steckt bereits die Antwort. 😉

Wie eigentlich immer, wenn jemand verflucht oder bestraft wird, haben die Götter oder deren Kinder ihre Finger im Spiel.

In Medusas Fall war es der gute Poseidon, der Bruder von Zeus und Hades. Der Gott des Meeres hat Medusa, die ihr Leben der Göttin Athene gewidmet hat, eines Tages gesehen und wollte Sex mit ihr haben. Ja, ganz der Bruder Zeus, wie du bemerkst. 😀

Es gibt jetzt verschiedene Versionen von der Geschichte, wie Medusa zum Monster wurde:

Es gibt eine Version, da lässt Medusa sich von Poseidon verführen und hat freiwillig Sex mit ihm. Danach wird sie aber von Athene bestraft, weil Medusa als Priesterin für Athene ja nur ihr dienen soll.

Was so viel hieß wie: Wenn du eine Priesterin von Athene bist, dann bleibst du gefälligst Jungfrau und hast keinen anderen Gott neben mir!

In der anderen Version nimmt Poseidon Medusa sich mit Gewalt im Tempel von Athene. Danach schwimmt er wieder seines Weges und vergnügt sich im Meer, während Athene die geschändete Medusa findet und sie bestraft. Und da wären wir wieder bei dem Hera-Rache-Thema „Immer sind die Frauen Schuld und müssen bestraft werden“.

Als Frau hatte man es auch damals schon nicht leicht.

Wenn du jetzt neugierig auf die Geschichte um Persephone, Hera und Medusa geworden bist und dich fragst, wie sehr ich mich von deren mythologischen Hintergrund habe inspirieren lassen habe, dann kannst du die Geschichte „Die vier Jahreszeiten“ jetzt auf Sweek lesen. 😉

 

 


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2 Kommentare zu „Die vier Jahreszeiten: Die drei Auserwählten

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    1. Danke 🙂 Ja, Mythologie fand ich schon immer spannend und Charaktere neu interpretieren sich aber von dem Ursprung inspirieren lassen macht sehr viel Spaß. ^^

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