Buchfazit: Wonder Woman Warbringer

Autor: Leigh Bardugo

Titel: Wonder Woman Warbringer

Genre: Fantasy, Young-Adult

 

Wie kam das Buch zu mir?

Ehem … ja, wahrscheinlich, weil ich so unglaublich Wonder Woman fixiert bin, musste dieses Buch irgendwie in meinen Leben kommen. Obsessionen finden immer ihren Weg. 😀 Oder so ähnlich.

Obwohl ich erst ein wenig skeptisch war, muss ich gestehen. Konnte das Buch Wonder Woman gerecht werden?

Wonder Woman
Challenge accepted! (Quelle: Giphy)

 

Um was geht es denn jetzt?

Diana (aka Wonder Woman) lebt mit ihren Schwestern und ihrer Mutter auf der Insel Themiscyra, die abgeschottet von der Außenwelt – „Männerwelt“ – ist. Diana ist die einzige Amazonin, die auf der Insel geboren wurde. Alle anderen sind im Kampf gefallen und wurde die Ehre zuteil, dass sie auf der Insel ewig leben dürfen.


“Are there any men on this island?“

Diana shook her head. „No.“

None?“

„No.“

„Holy shit, are you guys some kind of radical feminist cult?“

Diana frowned. „Not exactly?“

„Are you all lesbians?“

„Of course not.“

„It’s cool if you are. Nim’s gay. Maybe bi. She’s figuring it out.“


Obwohl „geboren“ in Dianas Fall nicht das richtige Wort ist. Ihre Mutter hat sie aus Lehm geformt und die Göttin Hera hat ihr dann Leben eingehaucht.

Wonder Woman
Ja, wenn kein Mann da war, musste man eben kreativ werden. 😀 (Quelle: Giphy)

Diana rettet eines Tages eine Sterbliche namens Alia, die bei einem Schiffsbruch in der Nähe der Insel beinahe ertrinkt. Den beiden Mädchen wird bald klar, dass Alia nicht durch Zufall dort gelandet ist und dass deren Schicksal miteinander verknüpft ist.

Diana fragt das Orakel – wie jeder Grieche in der Mythologie, wenn er Probleme hatte –und findet heraus, dass Alia ein dunkles Schicksal birgt und dass Diana sie davon erlösen kann. Doch dafür muss sie ihre Schwestern und die sichere Insel verlassen.

So kommt es, dass Diana mit Alia in die „Männerwelt“ zurückkehrt, mit den fremdartigen Gepflogenheiten klar kommen und dazu noch Alias Leben retten muss.

 

Das hat mir gefallen

Dianas Ursprungsgeschichte

Ich finde es gut, dass in dem Buch die tatsächliche Ursprungsgeschichte von Dianas Herkunft genommen wurde. Quasi, dass sie aus Lehm geformt und ihr dann Leben eingehaucht wurde. In der Filmversion mit Gal Gadot ist das nicht so und auch in den neueren Comicversionen hat sie nämlichen einen Vater. Einen nicht ganz unbekannten und ziemlich mächtigen Vater, aber mehr will ich dazu nicht verraten. 😉

Ich mag den Klassiker einfach mehr und daher hat es mich gefreut, dass es in dem Buch auch so interpretiert wurde.

Perspektivenwechsel zwischen den Mädels

Dass die Autorin zwischen Alias und Dianas Perspektive öfters gewechselt hat, fand ich sehr spannend und genial. Ich mag es einfach, wenn man mehrer Perspektiven beleuchtet und nicht immer an einen Charakter „gefesselt“ ist.

Besonders gelungen und lustig fand ich die Momente, wenn die beiden versucht haben in der Welt der anderen klar zu kommen. Anfangs ist Alia ja auf der Insel gestrandet und muss erstmal damit klar kommen. Später ist Diana diejenige, die sich in New York und der „Männerwelt“ zurecht finden muss. Es war schön beide zu begleiten und oft sehr lustig. Die Dialoge haben hier besonders gut gefallen.

Alias Momente

So Alia had managed to get shipwrecked on Cult Island. Perfect.

Unless Diana was lying or delusional – both of which were definite possibilities – she was stuck on an island crawling with weirdos, so she needed to be smart.

Dianas Momente

Diana considered. „Direct eye contact is sometimes considered an act of aggression among primates.“

„Now you’re getting it.“

Eine meiner absoluten Lieblingsstellen war, als Diana das erste Mal in der New Yorker U-Bahn unterwegs ist und von einem Kerl angebaggert wird:

„Let’s just say I don’t get many complaints.“

„From your lovers?“ (Diana)

(…) „Uh, yeah.“ He grinned again. „From my lovers.“

„It’s possible they refrain from complaining in order to spare your feelings.“

„What?“

„Perhaps if you could keep a woman, you’d have less call to proposition strangers.“

 

Die Neckereien und Sticheleien in der Gruppe

Alias beste Freundin Nim, ihr Bruder Jason und dessen bester Freund Theo begleiten mehr oder wenig gezwungenermaßen Diana und sie auf ihre Reise. Erst hatte ich Bedenken, weil das schon einige Personen sind, die da auf einmal mitspielen.

Es ist als Autor manchmal ein schwieriger Grad, allen Charakteren ausreichend Zeit zu geben und den Leser einen Eindruck von allen zu geben. Eine gute Gruppendynamik zu schaffen ist eine Kunst, die die Autorin Leigh Bardugo aber brilliant meistert. 😉

Ich muss sagen am Schluss habe ich die Gruppendynamik geliebt. Die Sticheleien zwischen Theo und Nim waren großartig und haben mich oft zum Lachen gebracht. Aber auch die Entwicklung der Charaktere und ein Gefühl zu bekommen, wie sie zu einander stehen, war sehr spannend zu lesen.

Theos Momente

„I drove,“ said Theo. „Once.“

„That was a golf cart“, said Alia.

„So? It had four wheels and went vroom.

„You crashed it into a tree.“

„I’ll have you known that tree had been drinking.“

Theo ist schon einer meiner Lieblinge geworden, muss ich gestehen. Seine Kommentare warten mit unter die besten.

„Did I die? Oh shit, am I a zombie?“

 

Das hat mir nicht gefallen

Die verwirrenden Kampfszenen

Ich weiß es nicht, ob es daran liegt, dass das Buch Englisch war. Also normalerweise habe ich damit überhaupt kein Problem, aber bei den Kampfszenen war ich oft verwirrt, weil ich nicht genau wusste, was jetzt passiert. Ich konnte nicht so gut folgen. Vielleicht lag es auch daran, dass es so spannend war, dass ich schneller gelesen habe und dann vielleicht auch Dinge überlesen habe. ^^‘

Und eins fand ich schade. Sie hat zwar ihr Lasso eingesetzt, aber sie hat zum Beispiel ihre Unterarmschützer – keine Ahnung, wie ich das ansonsten beschreiben soll 😀 – nicht wirklich eingesetzt. Die waren mehr als Schmuck da. Das war etwas enttäuschend, weil das ist ja einer der klassischen Wonder Woman Bewegungen oder Kampfstile, dass sie damit Kugeln abwehrt.

Wonder Woman
Epischer Klassiker 😉 (Quelle: Giphy)

 

Weitere Lieblingsstellen

Google – Der Gott

Alia waggled her fingers. „Google knows all and sees all.“

„Google,“ Diana repeated. „Is Google one of your gods?“

Bester inspirierender Spruch von Diana:

And she would not let fear choose her path.

Badass-Moment von Diana:

„How?“ Alia cried. „You don’t have a weapon.“

I am the weapon, she thought.

Wunderschöne Beschreibung:

The pain inside her was a living thing, a wounded animal that strained at its leash.

 

Würde ich es weiter empfehlen?

Bei Hella, ja. 😉

Wonder Woman
Quelle: Giphy

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