Buchfazit: Das Lied des Blutes

Autor: Anthony Ryan

Titel: Das Lied des Blutes

Originaltitel: Blood Song. A Raven’s Shadow Novel

Genre: High End Fantasy

Wie kam das Buch zu mir?

Eigentlich auf den einfachsten Weg, den es gibt, und zwar war ich beim Hugendubel und habe in der Fantasy Abteilung gestöbert. Dabei fiel mein Blick auf dieses Cover und kurz darauf habe ich auch schon den Laden mit diesem Buch verlassen. 😉

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Quelle: Amazon

So einfach kann das manchmal gehen. Aber vielleicht war das auch zu einfach … denn, um gleich die Wahrheit zu sagen und die Hosen herunter zu lassen:

Ich hab das Buch etwa nach 200 Seiten aufgehört zu lesen … dam, dam, daaaaam …

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Quelle: Giphy

Jap, ich hab es einfach nicht weiter lesen können. Aber mehr dazu gleich.

Um was geht es?

Es geht um Vaelin al Sorna, den berühmten und gefürchteten Kämpfer des Reiches und seine Lebensgeschichte. Einst war er von seinem Vater in das Kloster des Sechsten Ordens gebracht worden, wo er zu Krieger ausgebildet wurde. Daraufhin beginnt seine Reise vom jungen Novizen zum gefürchteten Kämpfer und schließlich bis zum „Hoffnungstöter“, weil er den beliebten Thronerben des Reiches tötet.

Das hat mir gefallen:

Der Einstieg

Beim Einstieg hat mir gefallen, dass man aus der Perspektive eines Hof-Schreiberlings die Geschichte gelesen hat. Er ist auf den berühmten „Hoffnungstöter“ Vaelin getroffen und begleitet ihn auf seine letzte Reise als Gefangener. Man spürt den Hass und die Wut des Schreiberlings auf Vaelin, doch man weiß noch nicht genau warum das so ist. Interessant ist auch, dass auf dem Weg zum Schiff ihnen noch ein weiterer Mann begegnet, der Vaelin allerdings nicht fürchtet, sondern respektiert und ihm dankt, dass er ihn damals geholfen hat. Man bekommt schon ein sehr gespaltenes Bild von dem Hoffnungstöter mit und wird neugierig, was dahinter steckt.

Auf dem Schiff beginnt dann Vaelin seine Geschichte dem Hof-Schreiberling zu erzählen. Da wechselt das Buch ganz normal zu der Perspektive von Vaelin und man steigt in seiner Jugend ein, als er von seinem Vater ins Kloster abgegeben wurde.

Die Welt

Auf jeden Fall Hut ab für die Welt und die Glaubwürdigkeit, die in diesem Buch steckt. Ich war sehr fasziniert von all den Städten, Religionen, diversen Ländern, Kulturen und den Beschreibungen der Orte. Vor allem fand ich das Ordenssystem mit den politischen wie religiösen Anschauungen und Regeln, die die jungen Novizen während ihrer Zeit dort lernten, spannend.

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Quelle: Giphy

Das hat mir nicht gefallen:

Schreibstil

Ich habe es wirklich lange probiert und habe mich Seite für Seite durchgeschlagen, aber der Schreibstil ist für mich zu trocken. Der Autor beschreibt gerne, viel und sehr genau. Man liest dann über Seiten, wie die jungen Novizen Schwerter schmieden und wie genau das funktioniert. Oder wie sie sich in der Wildnis Unterschlüpfe bauen oder versuchen zu überleben. Was an sich eigentlich interessante Themen sind und andere fänden das wahrscheinlich super, aber irgendwie war mir das zu sachlich und langweilig.

Während dem Lesen habe ich auch nicht einmal inne gehalten, um zum Beispiel einen schön geschriebenen Satz, eine interessante Metapher oder einen coolen Schreibkniff zu bewundern. Nichts hat mich irgendwie verzaubert und das war … nun ja, um ehrlich zu sein, etwas enttäuschend. Denn normalerweise schreibe ich mir gerne Sätze auf, die mir gefallen. Aus dem Buch habe ich dazu jetzt nichts gefunden.

Nicht greifbare Charaktere

Generell habe ich eigentlich nichts gegen detaillierte Beschreibungen, aber in dem Fall erschienen mir diese wichtiger als die eigentlichen Charaktere.

Während ich ein lebendiges Bild von dem Kloster oder den religiösen Ritualen bekommen habe, fehlte mir komplett die Tiefe der Charaktere. Vor allem war für mich als Leser der Hauptcharakter Vaelin nicht greifbar. Irgendwie fehlte mir eine emotionale Bindung zu ihm und deswegen fiel es mir auch schwer, ihn einzuschätzen und mit ihm mitzufühlen. Ich habe mir mehr wie ein distanzierter Beobachter gefühlt.

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Quelle: Giphy

Keine Ahnung, wie es euch damit geht, aber ich möchte das Innere der Charaktere sehen und mitfühlen können! Charaktere, deren Tiefe und Glaubwürdigkeit sind bei mir einfach das A und O. Ich möchte mich hinein versetzen können und die Geschichte miterleben und nicht als unbeteiligter Zuschauer nur dasitzen.

Immer mal wieder gab es zwar kleine Häppchen, die tiefere Emotionen des Hauptcharakters oder seiner Freunde zeigten, aber diese waren selten und schnell wieder vorbei.

Würde ich es weiter empfehlen?

Mmh … also, vielleicht, wenn man das mag, was ich nicht so mag? So ganz doof war es ja nicht. Irgendwie bin ich unentschieden. 😀

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Quelle: Giphy

5 Kommentare zu „Buchfazit: Das Lied des Blutes

Gib deinen ab

  1. Ich versuche mich gerade daran zu erinnern, welches Buch das letzte war, welches ich aus mangelnder Qualität aufgegeben habe… Bestimmt 3 Jahre… Oder noch länger… Ich quäle mich eigentlich mittlerweile durch alle Bücher durch, weil ich ansonsten das Gefühl habe, dem Autor nicht gerecht zu werden und vor allem keine Meinung über das Buch haben zu können. Wenn ich mich im Nachhinein schon über das Buch aufrege, will ich mich wenigstens über alles aufregen können 😂
    Mein Freund ist davon ziemlich genervt, wenn ich ihn ewig darüber zutexte, wie fürchterlich ich ein Buch finde, ihn aber entsetzt anschaue, wenn er dann sagt „Ja hör doch auf zu lesen“ 😅
    Aber das bring ich einfach nicht übers Herz ^^

    1. Wow, Respekt! 😀 Also, ich verstehe den Grund, warum du es tust. Ich kann es wirklich nachvollziehen, aber ich bin da echt radikaler manchmal. ^^‘ Ich denke mir dann immer, dass ich nicht meine Zeit verschwenden will mit etwas, was mir nicht gefällt. Keine Ahnung … 😀 Ich meine, ich versuche es wirklich lange und lese dann teilweise quer, um zu schauen, ob es später spannender wird. Aber jedem das seine. 😀

      1. Ja, es gibt wohl auch definitiv Bücher, da hat man sich derart vertan, dass ich es nur verstehen kann, wenn man abbricht… aml sehen, welches Buch mich mal dazu bringen wird ^^
        Hat eben jeder so seine Gewohnheiten 😉

  2. Ouuuh, dein Blog ist ja total niedlich. Ich finde deinen Schreibstyl total sympathisch & lustig. Ich selbst liebe auch alles was mit Mangas, Fantasie & Animes zutun hat, allerdings ehr nicht so was Bücher betrifft, sondern ehr so das zeichnen. Ich finde es so cool, mal bei anderen Blogs vorbei zuschauen🤗❣️.

    1. Hehe danke dir. 😀 Ja, zeichnen bin ich bei Manga raus. ^^ Nicht mehr ganz mein Fall, aber früher fand ich das super. 🙂 Und ja, das ist wirklich spannend, mal bei anderen zu schauen. Hast du da Blogempfehlungen für mich? Wenn ich etwas mehr Zeit habe, dann wollte ich auf jeden Fall mal ein bisschen bei anderen Blogs stöbern. 😉

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